Liebe Bienenfreunde, Neuimker und Interessierte,

jetzt geht es los……
Auswintern meiner Völker

In der Natur fangen nun die Knospen der Bäume an zu sprießen. Der Märzenbecher, Hyazinthen, Winterheide, Salweide, Krokus, Haselnuss und viele andere Pflanzen sind schon da. Mit zunehmender Helligkeit und Tageswärme werden meine Bienen immer aktiver.

Kontrollmaßnahmen finden bei mir Anfang April durch Fluglochbeobachtungen, Brutkontrolle und Kontrolle der Volksgröße statt.

Eine erste Durchsicht der Bienen-Völker steht nun an. Auch wenn schon Anfang April ist, sollten die Bienen nicht mehr als nötig gestört werden. Beim Entfernen des Deckels und der Folie erkenne ich schon, wie es um meine Bienenvölker bestellt es. Ich ziehe die Randwaben, um zu schauen, ob diese gammlig sind. Diese werden dann genau wie alle dunklen Waben durch helle, frische Waben ersetzt. Ich setze Baurahmen ein. Etwa drei Wochen nach dem Einhängen der Baurahmen wird die erste Drohnenbrut geschnitten. Ich kontrollieren den Futtervorrat und das Brutnest. Sieht alles gut aus, wird das Bienenvolk wieder geschlossen.

Etwa Mitte April entnehme ich überschüssiges Futter. Gleichzeitig setze ich einen Honigraum drauf, ich bin ein „Honigraum-Frühaufsetzer“, dies bedeutet keinen Nachteil für das Bienen-Volk und gibt mir das Gefühl „nix verpaßt zu haben“. Zuvor lege ich ein Absperrgitter ein. Das Absperrgitter mit seine Öffnungen erlaubt es den Arbeiterinnen, in den Honigraum zu gelangen. Es verhindert auch, daß Brut im Honigraum angelegt wird. Es können somit reine Honigwaben zum Schleudern entnommen werden.

Meine Bienen stechen nicht, sie schwärmen nicht und erwirtschaften tollen Honig. Ich versuche mich bei der Völkerführung an der Biologie der Honigbiene zu orientieren, damit habe ich gute Erfahrungen gesammelt.

C. Kilbert