Unsere Bienen im Winter

Im Winter rücken die Bienen ganz eng zusammen und bilden dadurch eine Wintertraube. Mittendrin sitzt die Königin. Fällt die Temperatur im Bienenstock unter 10 Grad Celsius, zittern sie den Stock für mindestens einen Tag lang warm. Die Fähigkeit aktiv Wärme zu produzieren, ermöglicht es den Bienen auch einen Winter bei Minusgraden zu überstehen, ohne in eine Kältestarre zu verfallen oder zu verhungern.  Auf diese Weise existiert im Innern der Traube stets eine Temperatur von mindestens 25 °C.

Honigbienen sichern das Überleben ihrer Kolonie mit einer „Langzeit-Strategie“. Schon ab Mitte August schlüpfen die Winterbienen. Diese Bienen unterscheiden sich in ihrer Physiologie von den Sommerbienen und sind daher gut geeignet, lange Kältephasen zu überdauern, in denen sie den Bienenstock nicht verlassen können. Die Sommerbienen leben nur 4-6 Wochen, Winterbienen hingegen können 4-6 Monate alt werden.

Der Imker ist nun bemüht, jede Störung vom Bienenstand fernzuhalten.

Wenn die Aussentemperatur einmal über 10 °C steigt, lockert sich die Traube. Die Bienen gehen nach aussen und machen einen kurzen Reinigungsflug auf welchem sie ihren Darm entleeren. Danach wird die Traube wieder neu gegliedert.

Unsere Bienen überstehen selbst die härtesten Winter, wobei es kaum harte Winter in unseren Breiten gibt. Je nach Temperatur verbrauchen sie unterschiedlich viel Vorrat. Wichtig ist, dass sie genügend Luft bekommen und vor Lärm und Erschütterungen geschützt sind. Meine Bienenvölker sitzen im Winter über einem unten offenen Gitterboden und einer aufgesetzten Leerzarge. Ausreichend starke Völker werden Anfang Februar noch vier Wabengassen besetzen mit etwa 4.000 Bienen.

Imker, die im Herbst ausreichend eingefüttert haben, können in der Regel noch warten. Bis zur Salweiden- bzw. Stachelbeerblüte, meist Mitte März, lässt man die Völker in Ruhe.

Aber dann geht es wieder los……. Claudia Dertinger-Kilbert