Ruhe auf den Bienenständen

Jetzt kehrt Ruhe auf den Bienenständen ein

Mitte Oktober werden meine Biene „winterfest“ gemacht. Nach Varoabehandlung und Einfütterung enge ich die Fluglöcher der Bienenkästen ein, um diese „mäusesicher“ zu machen. Anfang November wird der Varroabefall noch einmal kontrolliert. Wenn der Winter sich nähert, stellt die Königin allmählich die Legetätigkeit ein. Sinken die Temperaturen unter 10° C ziehen sich die Bienen zur Wintertraube zusammen. Im inneren der Traube herrscht dann eine konstante Temperatur von 28° C. Entgegen der üblichen Meinung halten die Bienen keinen eigentlichen Winterschlaf. Bei Tagestemperaturen über 16° C fliegen die Bienen auch im Spätherbst und Winter aus und entleeren sich. Jegliche Störung der Bienen ist zu vermeiden, da Aufregung immer einen Mehrverbrauch an Futter bedeutet.

Oxalsäure wende ich am besten bei Temperaturen von 3 – 5 °C an. Dabei werden die Bienen mit einer 3,5%igen Oxalsäurelösung beträufelt. Für die Oxalsäurebehandlung müssen die Völker nicht unbedingt komplett brutfrei sein. Das haben verschiedene Bieneninstitute herausgefunden.

Meine Winterarbeit besteht jetzt darin, defekte Beuten zu reparieren, alte Waben auszuschneiden, Rähmchen für das Frühjahr vorzubereiten, die Begattungskästchen zu säubern, und alles wieder für die kommende Saison vorzubereiten.

Wildbienen, die anderen Bienen

Autor: Dr. Paul Westrich
Gelesen aus dem Verein : Marian Amend
Kommentar: Dr. Paul Westrich, Wildbienen Die anderen Bienen. Seit nun mehr 37 Jahren beschäftigt sich Herr Dr. Westrich mit Bienen und schreibt kompakt sein Wissen auf 168 Seiten. Lesenswert. Weiterlesen